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Es liegt nicht am fehlenden Geld…

Es liegt nicht am fehlenden Geld…

Das Problem ist nicht das Geld. Das Problem ist, dass die meisten Menschen mit viel Geld auch die entsprechende Bildung besitzen, um strukturelle Probleme im System zu erkennen und sich nicht trauen, sie anzusprechen, weil sie Angst davor haben oder auch aus Respekt vor der Vergangenheit und ihrer Geschichte. Das führt dazu, dass die Vergangenheit in unserer Gesellschaft deutlich schwerer wiegt als die Zukunft. Allein schon durch veraltete Gesetze und rigide politische Entscheidungsfindung.

Ich sage nicht, dass wir als Gesellschaft plötzlich alles radikal über Board schmeißen sollten. Ich sage, dass wir offen sein sollten für Neues, für Innovation.

Die Zukunft lässt sich ohnehin nicht aufhalten und in Zeiten zunehmender Digitalisierung führen analoge, oberflächliche politische Systeme nicht (mehr) unbedingt zu mehr Sicherheit oder dazu, dass sie nicht von einem 13-Jährigen von seinem Computer aus manipuliert werden, ohne dass es jemals richtig bemerkt wird.

Wir müssen uns mehr Gedanken über die Veränderung von Gesetzen machen, weil wir viele Gesetze brauchen werden und auch jetzt schon brauchen, die es einfach noch nicht gibt. Das führt zu zunehmender ‚Gesetzlosigkeit‘ von digitalen Landschaften und genau das ist sehr gefährlich. Wir leben in einer Zeit von Erfindern. Innovation wird also nicht ausbleiben. Es ist jetzt die Frage, ob wir es schaffen ein positiv eingestelltes produktives Ökosystem um die Disrupteure aufzubauen und sie friedlich zu stimmen, oder ob Innovateure sich langfristig ausgeschlossen fühlen und weiterhin das Gefühl haben werden ‚gegen das System‘ arbeiten zu müssen.

Warum sagt man uns immer ‚was geht und was nicht geht‘? Wieso leben wir in einem System von Schwarz und Weiß? Wieso gibt es nicht mehr Austausch über Möglichkeiten, auch auf sozialer und politischer Ebene? Wir tun immer so als gäbe es ‚die eine Lösung‘ für ein Problem.
Kreativität und Wissen sind in Zeiten von konstanter Innovation keine limitierten Resourcen mehr und die Möglichkeiten sind so vielfältig wie unsere Vorstellungskraft und unsere Bereitschaft, unerwartete Effekte in der Zukunft anzunehmen.

Am Schlimmsten für kreative Innovateure wie mich ist es, dass Entscheidungsfinder angeben ‚frei im Geiste‘ und ‚offen für neue Ideen‘ zu sein und gleichzeitig sehr verurteilend mit Innovation umgehen. Es geht am Ende leider immer noch um Politik und den eigenen Ruf. Das ist tödlich.

Wer neue Ideen anspricht steht rein aus der Natur der Sache heraus erstmal alleine da. Das heißt, dass man über kurz oder lang seinen Ruf an der einen oder anderen Stelle verlieren wird, weil das, was man denkt richtig ist. Es ist einfach zu neu.
Vor allem für Politiker, Beamte und Manager der ‚old economy‘ ist das schwierig und spricht nochmal dafür, dass sich im System etwas ändern muss.

Ich würde gerne damit enden, dass uns zu wenig dazu gratuliert wird, dass wir überhaupt am Leben sind.
Die Chance, dass wir überhaupt auf die Welt kommen ist extrem gering, aber wir feiern das Geschenk des Lebens zu wenig, weil wir in Deutschland ständig damit beschäftigt sind, das Gestern aufzuräumen und uns Sorgen zu machen. Es gibt rein objektiv gesehen viel mehr Chancen als Probleme, allein weil die Zukunft länger ist, als die Vergangenheit. Ich finde es muss sich etwas verändern und weiß, dass wir alle daran teilhaben können.

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