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Startups: Impulsgründungen machen wenig Sinn.

Startups: Impulsgründungen machen wenig Sinn.

Ein eigenes Startup zu gründen und damit Erfolg zu haben ist der Traum vieler junger und aufstrebender Menschen. Sich nicht in das Korsett der großen Corporate-Welt zu zwängen wirkt dabei für viele ansprechend. Auch die Aussicht, Studium oder Ausbildung zu überspringen und sofort eigene Konzepte zu entwickeln, klingt vielversprechend.

Doch genügt eine gute Idee alleine schon, um eine eigene Firma auf die Beine zu stellen? Und welche Risiken und Stolpersteine können bei der Gründung lauern? Diese und andere Fragen haben Dr. Bernd Storm von aboalarm, Dr. Andreas Fruth von der Global Savings Group und Alexander Henn von Shore bei unserer Entrepreneurship Session im Rahmen von Talk.48fwrd geklärt.

In den Räumen der IHK Akademie in München stellten sich die drei Gründer den Fragen von Moderatorin Hannah Klose und dem anwesenden Publikum. Dabei erklärten sie auch ihre Motivation, ein eigenes Startup zu gründen. So kamen etwa Dr. Bernd Storm und Dr. Andreas Fruth erst vergleichsweise spät, nach abgeschlossenem Studium und Arbeit in einer renommierten Firma, auf diese Idee. Lange und langwierige Entscheidungswege und die fehlende Möglichkeit, etwas wirklich bewegen zu können, seien hierfür die entscheidenden Gründe gewesen.

Wichtig bei einer Gründung sei, so Dr. Bernd Storm, vor allem wenn man es alleine macht, dass man nicht von heute auf morgen 50 Leute einstellt, sondern sich die richtigen Mitarbeiter mit an Bord holt. Lieber ein bisschen länger suchen, als den Falschen einstellen, so die Devise. Vor allem, da zu Beginn oftmals die Ressourcen knapp sind. Das muss aber nicht zwingend ein Nachteil sein, denn laut Alexander Henn zwingt einen die Ressourcenknappheit manchmal auch zu gutem Handeln.

Impulsgründen ist meistens keine gute Idee.

Doch auch die beste Idee hilft ohne eine langfristige Strategie nicht und Impulsgründen ist meistens keine gute Idee. Denn das Ganze steht und fällt mit der Finanzierungsfrage. Sollten die Investoren ausbleiben oder man sich bewusst gegen Einfluss von außen entscheiden, muss einen der Kunde finanzieren. Da fließt dann jeder Cent in den nächsten Entwicklungsschritt und notfalls müssen auch die Gehälter hintenanstehen.

Wenn das Startup dann aber erst einmal funktioniert, zieht es auch Mitarbeiter an. Zwar ist es in großen Städten immer schwierig mit Firmen wie Microsoft, Google und Co. auf dem Arbeitsmarkt zu konkurrieren, doch gerade junge Menschen schätzen die Strukturen und Arbeitsbedingungen in ebenfalls jungen Firmen. Zum einen sind die Aufstiegschancen in einem kleinem Team naturgemäß größer, zum anderen gibt es viel flachere Hierarchien. „Auch im Kopf darf keine Hierarchie entstehen“, meint etwa Dr. Andreas Fruth. Die Produktivität steige enorm, wenn man mit allen Mitarbeitern interagiert und brainstormt, ungeachtet deren Position im Unternehmen.

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