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Nach Amazon-Übernahme: Preis-Sturz bei Whole Foods

Nach Amazon-Übernahme: Preis-Sturz bei Whole Foods

Bereits am ersten Tag nach der Übernahme von Whole Foods durch Amazon sind deutliche Veränderungen zu spüren. Der Internetgigant hat kräftig an der Preisschraube der Supermarkt-Kette gedreht – und zwar nicht nach oben, sondern nach unten. Zahlreiche Produkte wurden deutlich billiger, teilweise um bis zu 50 Prozent. Dabei macht das Unternehmen mit Werbeschildern in den Filialen zudem deutlich, dass diese Preisänderungen erst der Anfang seien.

Ein Schlag ins Gesicht

Für den US-Einzelhandel ist diese Ansage ein kräftiger Schlag ins Gesicht. Die bestehenden großen Märkte wie Walmart oder Costco hatten schon in den letzten Monaten schwer zu kämpfen – auch durch die aggressiven Markteintritte deutscher Discounter, wie Lidl und Aldi. Whole Foods war durch die Positionierung mit Bio- und anderen hochwertigen Produkten am oberen Preisende und damit keine wirklich schmerzende Konkurrenz – durch die Preisänderungen könnte sich das nun allerdings schnell ändern.

Preis bei Whole Foods werden weiter sinken!

Jeff Wilke, CEO von Amazon Worldwide Consumer, kündigte an, dass gesundes und biologisch angebautes bzw. produziertes Essen künftig für jeden erschwinglich sein soll. Die Preise bei Whole Foods sollen deshalb weiter kontinuierlich reduziert werden – vor allem bei den Bestsellern im Sortiment. Für die Konkurrenz sind derartige Aussagen eine echte Kampfansage.

Eine weitere sichtbare Veränderung durch die Amazon-Übernahme gibt es übrigens auch noch: Ab sofort vermarktet Amazon auch seine Alexa-Produkte bei Whole Foods. Da wird es sicher nicht lange dauern, bis man via Echo auch bei Whole Foods bestellen oder sich eine interaktive Einkaufsliste mit den passenden Preisen über den virtuellen Assistenten erstellen kann.

Wie sich Whole Foods nun unter Amazon weiterentwickelt, wird sicher spannend zu beobachten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Internetgigant seine nun eigenen Märkte sicherlich auch für eigene Technologien nutzen wird – unter anderem für Amazon Go, ein innovativer Bezahlvorgang für Supermärkte, über den wir auch mit Marc Frey in unserem Interview zu Future Commerce ausführlich gesprochen haben.

Bildquelle: Jonathan Weiss / Shutterstock.com

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