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Aufstand der Maschinen?

Aufstand der Maschinen?

Es ist eine Frage, so alt, wie der technische Fortschritt selbst: werden Maschinen dem Menschen irgendwann ebenbürtig sein, ihn in letzter Konsequenz sogar ersetzen? Unzählige Werke in sämtlichen Medien und Veröffentlichungen dieser Welt haben bereits ebenso unzählige Szenarien zu diesem Thema durchexerziert – mal mehr, mal weniger plausibel.

Doch mit der beinahe nicht mehr nachvollziehbaren Geschwindigkeit, mit der die Digitalisierung unaufhaltsam voranschreitet, rückt vor allem das Feld der künstlichen Intelligenz immer stärker in den Fokus. Längst haben rudimentäre KIs Einzug in unsere Haushalte erhalten, sie lesen uns die Nachrichten vor, spielen Musik, dimmen das Licht und erzählen uns den ein oder anderen Witz. Aus der Medizin sind selbstlernende Algorithmen beinahe nicht mehr wegzudenken.

Warnung zur rechten Zeit

Stehen wir also bereits mit einem Bein in einer glorreichen Zukunft, in der der Mensch nicht mehr arbeiten muss, weil selbstständig agierende Maschinen alle Aufgaben übernehmen? Wenn es nach Stephen Hawking geht, könnte sich dieses Idyll auch ganz schnell ins Gegenteil umkehren. Hawking mahnte kürzlich auf dem Web Summit in Lissabon an, dass das Erschaffen einer effektiven Künstlichen Intelligenz das schlimmste Ereignis in der Geschichte unserer Zivilisation sein könnte.

Diese reißerische Aussage verwendete er jedoch dazu seine validen Bedenken bekannt zu geben. Laut Hawking können wir zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht wissen, ob uns eine derartige Künstliche Intelligenz bedingungslos unterstützen oder schlussendlich vernichten würde. Auch könnte der Wissensvorsprung, den die mächtigen Tech-Firmen bereits jetzt innehaben, das wirtschaftliche Ungleichgewicht weiter vorantreiben und in der Unterdrückung der breiten Masse kulminieren.

Mit sachten Schritten in Richtung Zukunft

Um das letzten Endes zu verhindern, bräuchte es Geduld, Sorgfalt im Streben nach Fortschritt und vor allem Best Practice Methoden und ein effektives Management. Es müsse schlicht klare Regeln und Vorgaben geben. Mit diesen Aussagen reiht sich Hawking in eine lange Reihe prominenter Mahner dieser neuen, so faszinierenden Technologie ein. So meldeten sowohl Bill Gates als auch Elon Musk kürzlich Bedenken über ein zu hastiges und unbedachtes Vorgehen bei der Erforschung künstlicher Intelligenz an. Musk führte darüber erst unlängst einen kleinen öffentlichen Disput mit Mark Zuckerberg, dem all die Warnungen zu negativ und aus der Luft gegriffen erscheinen.

Bis es soweit ist, dass eine künstliche Intelligenz ein menschliches Gehirn vollständig imitieren kann, wird es sicher noch einige Zeit dauern. Auch die diversen Go- und schachbegabten Supercomputer dieser Welt können bisher lediglich erst eine Aufgabe in vermeintlicher Perfektion ausführen. Dennoch ist es absolut richtig und wichtig bereits jetzt auf die möglichen Gefahren hinzuweisen. Niemand möchte aus der Matrix aufwachen und sich fragen, wie es denn nur je so weit kommen konnte. Und letzten Endes blickt auch Stephen Hawking, unter Berücksichtigung aller Risiken, optimistisch einer harmonischen Zukunft mit artifizieller Unterstützung entgegen.

Bildquelle: Phonlamai Photo / Shutterstock.com

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