Close
Ambiente par excellence: Das Pioneers Festival 2018 in Wien

Ambiente par excellence: Das Pioneers Festival 2018 in Wien

Dass Wien als Weltstadt vieles und noch viel mehr zu bieten hat, ist bei Weitem nichts Neues. Kulturliebhaber, Nachtschwärmer, Städtefans und Feinschmecker kommen in der österreichischen Hauptstadt vollends auf ihre Kosten.

Seit 2012 gibt es neben der faszinierenden Stadt an sich auch noch einen weiteren Anlass, Wien zu besuchen: Das Pioneers Festival. Aus diesem Grund haben sich Ende Mai 2018 2500 Teilnehmer und 550 Startups für die zweitägige Zukunftskonferenz in der Wiener Hofburg versammelt.

Lauschen und Staunen

Ein derartig einzigartiges Ambiente hat wohl keine andere Konferenz dieser Welt zu bieten. Wo sonst kann man aufschlussreichen Vorträgen lauschen, während prunkvolle Kronleuchter von der Decke hängen und die beeindruckenden Wandgemälde vom Licht der Scheinwerfer erhellt werden? Allein dieser Atmosphäre wegen, lohnt sich ein Besuch des Pioneers Festivals alle Mal.

Allerdings geht es auch bei den Pioneers selbstredend um Inhalte. Und auch in diesem Bereich wusste die Veranstaltung zu überzeugen. Der Mehrwert der Teilnehmer war dabei in zwei Themenfelder unterteilt.

Termin mit einem Startup

Zum einen gab es, wie oben bereits erwähnt, eine unglaubliche große Anzahl an Startups, die vor Ort waren. Mithilfe der Eventapp war es dann auch ein leichtes, mit diesen Jungunternehmern in Kontakt zu kommen, Termine zu vereinbaren und über deren Idee oder Produkt zu reden. Anders herum war es so auch für Startups unkompliziert, sich mit den, für sie interessanten und relevanten Personen und Investoren zu treffen.

Zum anderen gab es natürlich die Konferenz selbst, die mit spannenden und inspirierenden Keynotes und Panel-Diskussionen aufwarten konnte. Das Portfolio war dabei angenehm vielfältig und breitgefächert. Das große, einende Thema all dieser Vorträge lautete schlicht: Zukunft.

Wichtige Themen auf der großen Bühne

Somit verwunderte es nicht, dass neben neuen Technologien und Gadgets beim Pioneers Festival 2018 auch ein großer Fokus auf Nachhaltigkeit und humanitäre Brennpunkte gelegt wurde. Denn wenn wir auf diese Fragen nicht bald eine wirksame Antwort finden, sieht unsere Zukunft gar nicht mehr so rosig aus, wie es uns die ganzen selbstfahrenden Autos und Alexas immer glauben lassen wollen.

SALt bespeilsweise ist so ein Unternehmen, das nicht die nächste, terminvereinbarende künstliche Intelligenz entwickelt. Stattdessen kümmern sich die Geschwister Aisa und Raphael Mijeno, Gründer und Verantwortliche von SALt, darum, abgelegene Inselgemeinden mit Licht zu versorgen. Das mag sich jetzt für den ein oder anderen eventuell banal anhören, aber die Folgen, ein Leben nur mit Tageslicht oder maximal einer Öllampe zu bestreiten, sind verheerend.

Daher hat SALt Lampen entwickelt, die allein mit Salzwasser betrieben werden und so das Leben unzähliger Menschen erleichtern können. Auch Wassermangel ist ein global immer dringlicher werdendes Thema, weswegen Jonathan Risley, CEO von ThinAir, auf der Bühne stand um zu erklären, wie sein Startup es erreichen will, die unzähligen Liter Wasser, die in der Erdatmosphäre sind, zu gewinnen (140,000,000,000,000,000 sind es ungefähr).

Museen und Mind Control

Doch auch der kulturelle und technische Fortschritt kam beim diesjährigen Pioneers Festival nicht zu kurz. Suhair Khan von Google Arts & Crafts etwa, führte in einem beeindruckenden Showcase vor, wie es durch die enge Zusammenarbeit mit Kuratoren und Museen weltweit mittlerweile möglich ist, Gemälde bis ins kleinste Detail zu betrachten und Orte hautnah zu besuchen, ohne dabei die eigenen vier Wände zu verlassen. VR, Laserscanner und Machine Learning machen es möglich.

Auch der neueste Trend der Wearables wurde vorgestellt – allerdings in etwas anderer Form. Die Firma EMOTIV arbeitet nämlich an einer Vorrichtung, die man sich auf den Kopf setzt und die dann die eigenen Gehirnströme misst. Dadurch lassen sich dann beispielsweise Drohnen fernsteuern, Autos fahren und Operationen durchführen. Und das alles nur mittels der eigenen Gedanken.

Ein Wink in die Zukunft

Zu diesen zukunftsträchtigen Themen passend, war dann auch stets Roboterdame Pepper auf der Bühne. Die mischte sich ab und an ein, stellte den Speakern Fragen, plauderte mit dem Moderator oder grüßte auch schon Mal das Publikum. Als die Habsburger damals noch die Hofburg bewohnten, hätten sie sich das wohl nicht träumen lassen.

Fotoquelle: Dontsov Evgeny / Shutterstock.com

Close