Close
Sixt Share: Der Autovermieter steigt ins Carsharing-Business ein

Sixt Share: Der Autovermieter steigt ins Carsharing-Business ein

Achtung, schlechter Wortwitz: Es bewegt sich etwas auf dem Carsharing-Markt. Nachdem vergangene Woche BMW und Daimler ihre Dienste DriveNow und car2go zu Share Now fusionierten, zieht nun auch der Autovermieter Sixt nach.

Eine App für alles

Sixt Share nennt sich das Angebot der Münchner und soll das bisherige Kerngeschäft um die Komponente des Carsharings erweitern. So kann man sich zukünftig per App entscheiden, ob man ein Auto minuten-, stundenweise oder bis zu 27 Tage nutzen will. Anschließend stellt man das Fahrzeug einfach in der Stadt ab, in der man es gemietet hat, oder bringt es zu einer zahlreichen Sixt-Annahmestellen.

In Berlin ist Sixt Share bereits gestartet, andere deutsche Städte sollen sukzessive folgen, bevor der Dienst dann global live geht. Die Kapazität dafür ist auch definitiv vorhanden, immerhin umfasst die Sixt Flotte 240.000 Fahrzeuge in 250 Städten. Zum Vergleich: Share Now hat derzeit etwa 20.000 Autos im Angebot.

Positive Vorzeichen

Größentechnisch muss sich Sixt vor der Konkurrenz also nicht verstecken. Und auch an Erfahrung im Bereich des Carsharings mangelt es nicht. Schließlich war Sixt früher selbst an DriveNow beteiligt, bevor man die Anteile an den Partner BMW abtrat, um den Weg für die Fusion zwischen DriveNow und car2go frei zu machen.

Es ist also ein durchaus logischer und nachvollziehbarer Schritt. Auf der Suche nach Wegen, um überfüllte und feinstaubhaltige Innenstädte zu entlasten, ist shared mobility ein wichtiger Baustein. Da will Sixt natürlich ein Stück vom Kuchen abhaben. Und für den Verbraucher ist es sicherlich nicht nachteilig, wenn die Monopolstellung der beiden Autobauer dadurch ins Wanken gerät.

Fotoquelle: Hadrian / Shutterstock.com

Close