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Apple kündigt eigene Kreditkarte an

Apple kündigt eigene Kreditkarte an

Man könnte es durchaus als Gipfel des Kapitalismus bezeichnen und läge wahrscheinlich gar nicht so falsch damit: Apple hat am Montag eine eigene Kreditkarte angekündigt. Wie für den Techkonzern dabei üblich, wurde auf der Bühne nicht mit Superlativen gespart. Apples neue Karte werde das Kreditkartengeschäft verändern, denn immerhin sei sie das Wichtigste was in der 50-jährigen Geschichte dieses Bezahlmodells passiert sei.

Edles Design

Dabei sind die Neuerungen, die die Firma aus Cupertino vorstellte gar nicht mal so bahnbrechend. Die Karte selbst ist nicht etwa ein schnödes Stück Plastik, sie besteht aus Titan und weißt bis auf den Namen des Inhabers keinerlei andere Informationen auf. Auch bei einem Zahlungsvorgang werden keine Daten übermittelt, stattdessen wird eine zufällige Kartennummer erstellt.

Zum Angeben ist sie also sicherlich gut geeignet, doch eigentliche bräuchte man sie gar nicht. Die Karte ist nämlich automatisch an Apples Wallet-App gekoppelt und unterstützt selbstverständlich auch Apple Pay. Wallet hilft dann auch dabei, die Ausgaben im Blick zu behalten indem diese dort in Echtzeit angezeigt und kategorisiert werden.

Auf den ersten Blick günstig

Über Geld wurde natürlich auch gesprochen. So verlangt Apple keine Jahresgebühr für die Kreditkarte und die Nutzung im Ausland (die Karte kommt im Sommer vorerst nur in den USA auf den Markt) ist ebenfalls kostenlos. Darüber hinaus wurde das Daily Cash Programm vorgestellt, bei dem Nutzer eine Rückzahlung von bis zu 3% auf ihre Ausgaben erhalten. Der Umfang der täglichen Gutschriften ist allerdings an das Kreditkartenlimit gekoppelt.

Worüber Apple jedoch kein Wort verlor, war die Höhe der Gebühren bei Überziehung des Kontos. Doch im Kleingedruckten war zu lesen, dass der effektive Jahreszins, je nach Kreditwürdigkeit, bei bis zu 24,24% liegt.

Fazit

Es bleibt also abzuwarten, ob Apple es zusammen mit Goldman Sachs schafft, in dem umkämpften Kreditkartenmarkt Fuß zu fassen. Denn eine Revolution ist diese Karte keinesfalls. Allenfalls ein schön designtes Spielzeug für Menschen die ansonsten eh schon alles haben. Aber damit kennt sich die Firma immerhin bestens aus.

Fotoquelle: Apple

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